Seminar Digitalisierung im Gesundheitswesen

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Am 24. und 25. Juni durften wir zahlreiche unserer MBA-Absolventen erneut bei uns in Bayreuth begrüßen. Das Seminar zur „Digitalisierung im Gesundheitswesen“ sollte den Teilnehmern dabei neue Trends und Möglichkeiten sowie die damit verbundenen Herausforderungen kompakt näher bringen. Gemeinsam mit dem Absolventenverein des MBA, dem CAMBAlumni e.V., gelang es ein interessantes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den MBA-Koordinator Herrn Stefan Zeh startete die Veranstaltung am Samstagmorgen direkt mit dem ersten Beitrag von Herrn Dr. Thomas Rudolf.

Dieser ging in seinem Vortrag der Frage nach, warum es für Unternehmen im Gesundheitswesen von existenzieller Bedeutung ist eine digitale Strategie zu haben und vor allem wie eine solche entwickelt werden kann. Auch durch die viele praktische Beispiele aus seiner beruflichen Tätigkeit bei Oberender & Partner gelang es Herrn Dr. Rudolf eine rege Diskussion in der Gruppe anzustoßen.

An diese wurde durch den nächsten Referenten, Herrn Dr. Steffen Schmidt, direkt angeknüpft. Als Mitarbeiter des MEDICAL VALLEY EMN e.V. betreut er viele Gründer von Startups von den ersten Schritten bis zum erfolgreichen Produkt und konnte uns so einen tiefgreifenden Einblick in die mit der digitalen Revolution verbundenen Chancen und Hürden geben. Gerade bei rechtlichen Themen wie dem Datenschutz stoßen viele Projekte aktuell in Deutschland noch an ihre Grenzen.

Dass die Digitalisierung in einem Unternehmen nur funktionieren kann, wenn die Mitarbeiter für die Umbrüche sensibilisiert und als Gestalter des Wandels für diesen begeistert werden, zeigte uns Frau Diana Marinescu in ihrem Beitrag auf. Nur wenn die notwendigen Voraussetzungen vom Unternehmer geschaffen werden kann eine digitale Unternehmenskultur entstehen, von entscheidender Bedeutung sind nach Frau Marinescu dabei die Kommunikation, ein Dringlichkeitsbewusstsein, die Führung sowie die Organisation und entsprechende Kompetenzen.

Nach der Mittagspause stellte uns Herr Dr. Josef Schreiber als Geschäftsführer des Startups BioVariance GmbH sein Unternehmen näher vor. Dieses beschäftigt sich vor allem mit dem Thema „Big Data“ und entwickelt eine Software die anhand von vielfältigen Eingangsparametern (u. a. den Genomdaten des Menschen) wichtige Aussagen über dessen Gesundheit bzw. die Möglichkeiten der Erhaltung der persönlichen Gesundheit treffen kann. Aktuell spielt dabei vor allem die Errechnung der exakten individuellen Medikation eine entscheidende Rolle.

Im weiteren Verlauf des Nachmittages ging es an die Bearbeitung der Fallstudie zur ländlichen Versorgung. Nach der Festlegung eines genauen Ausgangsszenarios versuchten die Teilnehmer innovative digitale Lösungen zu entwickeln um die Versorgung zu erleichtern bzw. um sie verbessern zu können. In den intensiven Diskussionen wurde allerdings auch immer wieder deutlich auf welche organisatorische, rechtliche und politische Hindernisse die Digitalisierung in der Realität stößt.

Die Diskussionen wurden beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant Liebesbier dann noch fortgeführt.

Digi 1Am Sonntag begann die Veranstaltung um 9:30 Uhr mit dem Vortrag von Herrn Michael Friebe von der Steuerberatung Friebe & Partner. Er zeigte an einem konkreten Beispiel der „Digitalisierung im Rechnungswesen einer ambulanten Großgerätepraxis“ wie die Digitalisierung bereits heute im Alltag Einzug gehalten hat.

Den zweiten Vortrag des Tages übernahmen Frau Heider und Herr Schöner von der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Beide setzten sich mit dem Thema „E-Health und den Auswirkungen auf das Verhalten von Patienten und Versicherungstarife auseinander. In anderen europäischen Ländern existieren schon einige interessante Konzepte, die in Deutschland aufgrund von rechtlichen Fragestellungen zumindest aktuell noch nicht umsetzbar sind. Gerade bei der Umsetzung von individuellen gesundheitsbezogenen Versicherungstarifen müssen aber auch viele ethische Probleme sowie das Solidaritätsprinzip beachtet werden.

Den Abschluss der Vortragsreihe übernahm Herr RA Klaus Dierkes, der zu Haftungsfragen im Rahmen der Digitalisierung Stellung nahm. Dabei schaffte er es die aktuelle Gesetzes- und Urteilslage auf reale Beispiele zu übertragen.

An dieser Stelle soll allen Referenten nochmal ein herzlicher Dank für das Engagement im Rahmen unseres Seminars zukommen. Herzlichen Dank auch allen Teilnehmern für die intensiven Diskussionen, wir hoffen auf ein baldiges Widersehen auf einer der nächsten MBA-Veranstaltungen.

Fragen & Informationen

MBA-Koordinator Friedemann Malerz
Tel.: 0921 / 30 605
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